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Trotz höherer Finanzierungshürden bleiben Eigenheime erstrebenswert

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Auf dem Wohneigentumsmarkt sind derzeit vor allem günstigere Objekte gefragt, und ab 2020 wird die Zusatznachfrage wegen der Alterung der Gesellschaft kontinuierlich sinken. Wie entwickeln sich demnach die Immobilienpreise? Darüber gibt der aktuelle «Immobilienmonitor Schweiz» der Credit Suisse Aufschluss.

Tragen Sie sich mit dem Gedanken, ein Haus oder eine Wohnung zu kaufen? Dann stellt sich Ihnen die Frage nach dem Was, Wo und Wann. Grösse, Lage und Kaufzeitpunkt sind entscheidend für den Preis.

Der «Immobilienmonitor Schweiz» für das zweite Quartal 2016 des Credit Suisse Economic Research beobachtet im gehobenen Segment aktuell deutlich sinkende Preise bei Eigentumswohnungen. Das mittlere Segment hingegen ist schon länger unter Druck. Nicht nur die gestiegenen Preise, sondern auch verschärfte Anforderungen an die Finanzierung von Eigenheimen haben einen dämpfenden Effekt. Dies spiegelt sich in einem gebremsten Wachstum des Hypothekarvolumens wider.
Die Nachfrage brach jedoch nicht ein, sondern verlagerte sich ins einfache Segment: «Gesucht sind kleinere Objekte an weniger exquisiten Lagen, in günstigeren Regionen oder mit weniger Umschwung», schreiben die CS-Ökonomen. Der Wunsch nach Wohneigentum bleibt dank tiefer Hypothekarzinsen gross und hat im einfachen Segment unverändert steigende Preise zur Folge.

Wachstum der Eigentumspreise nach Segment

Bild: Credit Suisse – Wachstum der Eigentumspreise nach Segment

Insgesamt wuchs der Wohneigentumsbestand zwischen Mai 2015 und April 2016 immer noch um die erwarteten 1,2 Prozent. Die Zahl der Baubewilligungen war im Mehrjahresvergleich jedoch rückläufig, dies insbesondere in den Hochpreisregionen um den Zürich-, Zuger- und Genfersee (auf letztere Region legt der «Immobilienmonitor» einen besonderen Fokus).
Ab 2020 ist allerdings aufgrund der demografischen Alterung der Gesellschaft mit einer stetig rückläufigen Mehrnachfrage zu rechnen. Für die Bau- und Immobilienwirtschaft sowie Wohneigentümer bedeutet das, sich mittelfristig auf eine spürbar tiefere Wohneigentumsnachfrage einzustellen.

Erwartete Ausweitung von Wohneigentum

Bild: Credit Suisse – Erwartete Ausweitung von Wohneigentum

Der «Immobilienmonitor» beleuchtet neben dem Zweitwohnungsgesetz und Schweizer Immobilienaktien auch den Mietwohnungsmarkt, wo weniger stabile Verhältnisse herrschen: Es wird dank der im Negativzinsumfeld vergleichsweise attraktiven Immobilienrenditen zu viel gebaut, steigende Leerstände sind vorprogrammiert. Zudem wird eine weitere Senkung des Referenzzinssatzes 2017 als sehr wahrscheinlich betrachtet.

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Dieser Artikel wurde von Credit Suisse erstellt. Credit Suisse trägt die redaktionelle Verantwortung für diesen Inhalt.

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